Kristianstad, Stadt in der schwed. Landschaft Schonen und Hauptort des gleichnamigen Län, liegt an Sjöviken, einer Erweiterung des Flusses Helge-ä, 15 km von der Ostsee entfernt in einer niedrigen und sumpfigen Gegend, ist regelmäßig und hübsch gebaut und Sitz des Hofgerichts für Schonen und Blekingen, hat eine schöne Kirche, eine höhere Schule, ein Arsenal und zählt (1883) 9459 E., welche Wollzeuge, Leder, Handschuhe und Tabak fabrizieren. Auch wird etwas Handel, besonders mit Getreide und Branntwein, betrieben. Der Hafen von K. liegt bei dem Flecken Ahus an der Ausmündung der Helge-ä, die in neuerer Zeit bis zur Stadt selbst schiffbar gemacht und kanalisiert worden ist. Durch die Zweigbahn nach Hessleholm steht K. in Verbindung mit den großen Staatseisenbahnen; nach Osten läuft die Bahn nach Sölvesborg, südlich strecken sich Nebenbahnen mißt, sind unter C aufzusuchen. bis Degeberga und Ahus. K. wurde 1614 von König Christian IV. von Dänemark nach Zerstörung der in der Nähe belegenen Stadt Wää angelegt und stark befestigt, kam 1658 durch den Frieden von Roeskilde an Schweden, ward sodann 1676 von Christian V. zurückerobert, aber 1678 von Karl XI. wieder weggenommen. Seit 1847 sind die Festungswerke geschleift und in Spaziergänge verwandelt. Im J. 1772 begann daselbst der Kapitän Hellichius (später geadelt Gustafskjöld) die Revolution, welche Gustav III. (s. d.) zum Siege über die Parteiherrschaft verhalf. Das Län Kristianstad umfaßt 6511,5 qm mit 227351 E., zerfällt in 10 Häraden und enthält außer der Hauptstadt noch die beiden kleinen Hafenstädte Cimbrishamn, an der Ostsee, mit 1998 E., und Engelholm, unweit des Kattegat, mit 1996 E.