Kristiansand, Hafenstadt und Hauptort des gleichnamigen Stifts im südl. Norwegen, liegt in der Vogtei Mandal (Lister und Mandals Amt) am Ausfluß der Torrisdalselv (Otteraa) und unweit der Mündung in Topdalselv auf einer ebenen, sandigen Landzunge in dem aus dem Skager-Rack tief ins Land einschneidenden Kristiansandfjord. Die Stadt, welche (1875) 11766 E. zählt, ist Sitz eines Bischofs, eines Stiftsamtmanns und eines Stiftsobergerichts; auch befinden sich daselbst eine Gelehrtenschule und eine Abteilung der Norwegischen Bank. Der früher bedeutende Schiffbau hat infolge der Lichtung der Wälder in neuerer Zeit sehr abgenommen. Außer demselben sind als Gegenstände der industriellen Thätigkeit der Bewohner Maschinenbau, Tabaksfabrikation, Repschlägerei, Sägemühlen und Bierbrauerei zu nennen. Die Stadt, welche 1641 von König Christian IV. ganz regelmäßig angelegt ward, besitzt einen vorzüglichen Hafen, der von der Insel Odderöen in zwei gleiche Teile geteilt und oft von den vorübersegelnden Schiffen benutzt wird. Handel und Schiffahrt K.s ist nicht unbedeutend; Hauptgegenstände der Ausfuhr sind vor allem Holz, dann Hummer, Lachs und andere Fische, Häute, Kupfer, Eisen u. s. w. Das Stift Kristiansand, der Südwesten Norwegens, umfaßt die Amter Nedenäs, Lister-Mandal, Stavanger und Bratsberg und zählt auf 40 184 qkm 342672 CE.