Kühn (Karl Gottlob), verdient um die Geschichte der Medizin, geb. 13. Juli 1754 zu Spergau bei Merseburg, studierte zu Leipzig Medizin, wurde 1793 daselbst außerord. Professor der Medizin, 1802 ord. Professor der Anatomie und Chirurgie und 1819 der Physiologie und Pathologie. Er starb zu Leipzig 19. Juni 1840. Sein Hauptwerk ist die vollständige Ausgabe der «Opera medicorum Graecorum, quaé supersunto (29 Bde., Lpz. 1821—30). K.s Sohn, Otto Bernhard K., geb. 6. Mai 1800 zu Leipzig, habilitierte sich 1825 zu Leipzig, wo er 1830 die ord. Professur der allgemeinen Chemie erhielt. Er starb 5. Dez. 1863. Seine Hauptwerke sind: „Versuch einer Anthropochemiey (Lpz. 1824), «Praktische Chemie für Staatsärztey (Lpz. 1829), Anleitung zu qualitativen chem Untersuchungen» (Lpz. 1830), 4Lehrbuch der Stöchiometrien (Lpz. 1837), &System der anorganischen Chemien (Gött. 1848) und «Das Cyan und seine anorganischen Verbindungen » (Lpz. 1863).