Kuhnau (Joh.), bedeutender Musiker, geb. im April 1667 zu Geising in Sachsen, wurde in Dresden gebildet, war seit 1684 Organist und seit 1700 Kantor an der Thomaskirche in Leipzig. Er komponierte eine Reihe von Kirchencantaten, aber für die Kunst am bedeutendsten wurden seine Klavierstücke, die er in den J. 1689—1700 veröffentlichte. Seine «Frische Klavierfrüchte oder sieben Suonaten von guter Inventionp (1699) und «Musikalische Vorstellungen einiger biblischen Historien in sechs Sonaten auf dem Klavier zu spielen» (1700) haben die Sonate zuerst in die Klaviermusik eingeführt, sodaß K. als der Erfinder dieser Kunstform gelten kann. Er war auch als musikalischer Schriftsteller und Sprachgelehrter geschätzt. K. starb in Leipzig 5. Juni 1722. Sein Nachfolger war J. S. Bach. ühne (August), bekannt unter den Pseudonym Johannes van Dewall, Romanschriftsteller, geb. 28. Nov. 1829 zu Herford, wurde 1848 Gardeartillerieoffizier und nahm an den Feldzügen von 1866 und 1870 teil. Im J. 1875 als Oberstlieutenant verabschiedet, lebte er in seiner Vaterstadt und starb zu Wiesbaden 16. April 1883. Er ist ein gewandter und äußerst fruchtbarer Erzähler, dessen „Kadettengeschichten »(1878) besonders eine Fundgrube ergötzlichsten Humors sind. Zu seinen Romanen gehören Eine große Damey (Stuttg. 1872), „Der rote Baschliko (Stuttg. 1872), (Der Ulany (Stuttg. 1874), „Der Spielprofessor»(Stuttg. 1874), Unkraut im Weizen v (Stuttg. 1877), (Vermißt v (2. Aufl., Stuttg. 1877) u. s. w.