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ErdkundeBrockhaus 1882

Kulp, eine Ansiedelung im russ. Gouvernement Eriwan, in Transkaukasien, Kreis Etschmiodsin, unweit rechts vom Aras, mit 1318 E., hat zahlreiche Ruinen mit armenischen Inschriften aus dem Mittelalter. Nahebei sind Marmorlager und Steinulpa, Hauptnebenfluß der Save, entspringt im kroat. Komitat Fiume, bildet von Ossiunitz bis unterhalb Möttling die Grenze zwischen Krain und Kroatien (Komitate Fiume und Agram), scheidet in ihrem untern Laufe das Komitat Agram nördlich von den Distrikten Ogulin-Syluin und Banal südlich und mündet unterhalb Sissek rechts in die Save. Die K. hat überwiegend östl. Richtung bei vielfach gewundenem Lauf. Bei Raslog verschwindet sie und fließt einige Zeit unterirdisch weiter. Ihre Gesamtlänge beträgt 379½ km. Ihr enges und gewundenes Pon ie erweitert sich erst unterhalb Karlstadt. Von hier aus ist die K. auch in einer Länge von 135¾ km schiffbar. Die Regulierung des Flusses ist seit 1801 in Angriff genommen, aber erst teilweise durchgeführt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 661Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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