FeedKümmelblättchen
Sport & SpielBrockhaus 1882

Kümmelblättchen, eigentlich Gimelblättchen (vom hebr. Buchstaben Gimel, welcher auch die Dreizahl bedeutet), ein berüchtigtes, trotz seiner Straffälligkeit verbreitetes Hazardspiel, welches namentlich von den sog. Bauernfängern zur Ausbeutung Unerfahrener benutzt wird, da es ihnen günstige Gelegenheit gibt, beim Mischen, Abheben und Abziehen der Karten zu täuschen. Das Spiel ist dem Lansquenet (s. d.) nachgebildet und besteht darin, daß der Bankier die Spielenden (Coupeurs) bestimmt, auf eine der drei verdeckt aufzulegenden Karten unter der Voraussetzung, daß es eine gewisse vorher offen gezeigte Karte sei, zu setzen; hat der Coupeur richtig gesetzt, so gewinnt er, andernfalls gewinnt der Bankier.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 665Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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