FeedKüstner (Karl Theod. von)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Küstner (Karl Theod. von), geb. 26. Nov. 1784 zu Leipzig, widmete sich jurist. Studien und nahm seit Ende 1813 als Offizier an dem Befreiungskriege teil. Im J. 1817 übernahm er das Stadttheater zu Leipzig, das vorzugsweise auf seinen Betrieb errichtet worden, auf alleinige Rechnung, führte die Direktion 11 Jahre hindurch, bis 11. Mai 1828, und erhob diese Anstalt zu einer bedeutenden künstlerischen Höhe. Nachdem er 1830—31 Direktor des darmstädter Hoftheaters gewesen, wurde er 1833 Intendant des königl. Hoftheaters zu München und 1837 von König Ludwig J. in den Adelsstand erhoben. Im Juni 1842 übernahm K. die Generalintendantur der königl. Schauspiele in Berlin, trat 1851 in den Ruhestand und starb 28. Okt. 1864. K. hat sich um das deutsche Theaterwesen die mannigfachsten Verdienste erworben, er und Holbein waren die ersten, welche in Deutschland die Tantième (s. d.) einführten. Von Kis litterarischen Arbeiten sind außer einigen Dramen zu nennen: Rückblick auf das leipziger Stadttheatero (Epz. 1830) und (Vierunddreißig Jahre meiner Theaterleitung » (Lpz. 1853).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 713Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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