Lachner (Ignaz), Bruder des vorigen, geb. zu Rain 17. Sept. 1807, wurde mit 15 Jahren als Violinspieler am Isarthortheater in München angestellt, ging dann 1826 zu seinem Bruder Franz nach Wien, wo er Organist an der reform. Kirche wurde. Im J. 1828 wurde er neben seinem Bruder auch Rapellmeister am Kärtnerthortheater, bis er 1831 als Hofmusikdirektor nach Stuttgart ging, welche Stelle er 1842 in gleicher Eigenschaft mit München vertauschte; 1853 kam er als Kapellmeister an das Stadttheater von Hamburg, folgte 1858 dem Rufe eines Hofkapellmeisters nach Stockholm und wirkte seit 1861 in aM., Eigenschaft am Stadttheater in Frankfurt a. M., wo er 1875 sich nach 50 jähriger Thätigkeit in den Ruhestand zurückzog. Von seinen zahlreichen Kompositionen sind besonders zu erwähnen die Opern:«Der Geisterturmo, „Die Regenbrüdero und «Loreleyv, die Musik zu mehrern Balletten, Melodramen, Cantaten, Gebirgsoperetten, darunter das weitverbreitete 4˙8 letzte Fensterlno; Konzerte für verschiedene Instrumente, Streichquartette, Trios, Duos, Klaviersonaten, darunter eine vierhändige preisgekrönte; Kirchenmusik, Männerquartette, viele Lieder, wie das allbekannte «überall Duy u. s. w.