FeedLade
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Lade (frz. chasse, battant; engl. lathe, batten), heißt in der Weberei der hölzerne oder eiserne Rahmen, welcher hängend oder stehend im vordern Teil des Webstuhls angebracht ist, die Bahn für den Schützen enthält und zugleich den Kamm (s. d.) einschließt, welch letzterer bei der Hin- und Herbewegung der L. jeden eingeschossenen Einschlagfaden mehr oder minder stark gegen den vorhergehenden andrückt, um so dem Gewebe die erforderliche Dichtheit zu geben. Wird diese Wirkung durch Federspannung nach Bedarf gemäßigt, so wird die Vorrichtung als Feder lade bezeichnet. viel wie Formkasten (s. d.). Auch nennt man L. den unbeweglichen Teil der Flachsbreche. (S. unter Flachsspinnerei, Bd. VI, S. 864.) Kkadegast (Friedr.), Orgelbauer, geb. 30. Aug. 1818 zu Hochhermsdorf (Kreis Leipzig), erlernte die Orgelbaukunst bei seinem ältern Bruder Christlieb L., arbeitete sodann in mehrern renommierten Orgelbauwerkstätten und etablierte sich 1846 in Weißenfels. Ruf gewann er zuerst durch den Umbau der Domorgel in Merseburg. Bis 1884 wurden von ihm mehr als 100 und zumeist mehrmaalige Werke vollendet. Die Hauptvorzüge seiner rgeln sind Vollkommenheit in der Ausbildung und in dem Zusammenwirken aller mechan. Teile.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 736Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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