FeedLambruschini (Luigi)
ReligionBrockhaus 1882

Lambruschini (Luigi), Kardinal und Minister Papst Gregors XVI., geb. 16. Mai 1776 zu Genua, trat in den Barnabitenorden und ward später Bischof von Sabina, 1819 Erzbischof von Genua, im Sept. 1831 Kardinal. Gregor XVI. ernannte ihn 1836 Hiuf Staatssekretär des Auswärtigen und zum Minister des Unterrichts. Sein Streben war darauf gerichtet, die päpstl. Gewalt möglichst zu steigern und jede Neuerung in Staat und Kirche niederzuhalten. Im J. 1845 trat er die Verwaltung des öffentlichen Unterrichts an Mezzofanti ab. Als 1846 nach Gregors Tode die neue Papstwahl erfolgte, erhielt L. im ersten Serutinium die meisten Stimmen. Der neue Papst Pius IX. ernannte ihn zum Mitgliede der neuerrichteten Staatsconsulta. Im J. 1847 ward L. ferner Bischof von Porto, San-Rufina und Civitavecchia, desgleichen Großkanzler aller Orden und einer der Dekane des Heiligen Kollegiums. Beim Ausbruch der polit. Unruhen vom Volke bedroht, flüchtete er, hielt sich dann bei dem Papste zu Gakta auf und kehrte mit diesem 1850 nach Rom zurück. Hierauf zu einem der Hauskardinäle ernannt, starb er 12. Mai 1854. Lonnn s. Dur ham (John George L., Graf

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 764Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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