Lamia, uralte nordgriech. Stadt der Malier in Phthiotis am südl. Abhang des Othrys, 4 km nördlich vom Hellada (Spercheios), hieß unter der Türkenherrschaft und bis in die neueste Zeit auch bei den Griechen Zeituni oder Isdin. Jetzt hat die Stadt wieder den alten Namen, ist Hauptstadt der griech. Nomarchie Phthiotis und Phokis, Sitz eines Erzbischofs, hat ein Gymnasium und eine ziemlich wohl erhaltene Moschee mit Minaret, wird von einer mittelalterlichen Citadelle mit Pulvermagazin überragt und zählt (1879) 5506 E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 766Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei