Langhans (Karl Gotthard), berühmter Baumeister, geb. 1733 zu Landeshut in Schlesien, widmete sich der Baukunst und wurde Kriegs⸗ und Oberbaurat bei der Kammer in Breslau, wo er das Hatzfeldsche Palais (ietzt Regierungsgebäude), mehrere Privathäuser und das frühere Theatergebäude aufführte. Im J. 1792 wurde er von Fueres Wilhelm II. nach Berlin berufen, um das nnere des königl. Opernhauses umzugestalten. Mit dem Brandenburger Thor daselbst führte L. zuerst den griech. Baustil in Deutschland ein. Inzwischen war er zum Direktor des königl. Oberbauamts ernannt worden. Im J. 1797 legte er das erste Stück Chaussee im preuß. Staate (von Berlin nach Steglitz an. In der Folge vollendete er noch das von Gontard begonnene Marmorpalais in Potsdam und leitete mehrere andere Bauten in Berlin, darunter das anatom. Amphitheater der Tierarzneischule. L. starb 1808 auf seiner Besitzung Grüneiche bei Breslau. Sein Sohn, Karl Ferdinand L., geb. am 14. Jan. 1781 zu Breslau, widmete sich unter seinem Vater ebenfalls der Baukunst, war 1797— 1806 im preuß. Staatsdienst und begründete seinen Ruf als Architekt mit dem Gesellschaftshaus der Kaufmannschaft in Breslau, wo er auch die Kirche der Elftausend Jungfrauen erbaute. Ferner baute er 1837 das Palais des damaligen Prinzen, jetzigen Königs von Preußen zu Berlin, renovierte das königl. Opernhaus daselbst (nach dem Brande von 1843) und baute die Theater in Stettin, Dessau und Liegnitz; auch das Victoriatheater in Berlin, der Neubau des breslauer Theaters und das Neue Theater zu Leipzig (1868) sind nach seinen Entwürfen ausgeführt. L. starb zu Berlin 22. Nov. 1869 als Oberbaurat.