FeedLanguard (Piz)
ErdkundeBrockhaus 1882

Languard (Piz), Berg der südrhätischen Alpen (s. Alpen 10) im schweiz. Kanton Graubünden, erhebt sich als steiler, an der Ostseite vergletscherter Felskegel, 8 km südöstlich von Samaden im Ober-Engadin, der Berninagruppe gegenüber, zu 3266 m über dem Meere, besteht aus Gneis⸗ und Glimmerschiefer und bietet auf seiner Spitze, die nur für 20—24 Personen Raum gewährt und von Pontresing aus leicht in drei bis vier Stunden auf gutem Reit⸗ und Fußwege erreicht wird, eine der großartigsten Bergrundsichten Graubündens, von der nahen Berninagruppe nördlich bis zum Tödi und Sentis, vom Ortler und Adamello im O. bis zum Monte-Rosa und Montblanc im W. Vgl. Lechner, „Piz L.v (Lpz. 1868). Eanguedoe hieß bis 1790 eine Provinz des südl. Frankreich, die von Provence, Dauphineé, Lyonnais, Auvergne, Guienne, Gascogne, Foix, Roussillon und dem Mittelmeere begrenzt war und 42000 qkm umfaßte. Sie führte ihren Namen von der südfranz. Mundart (langue d'oc), die der nordfranzösischen Langue d'oui) entgegengesetzt wird. Das Gebiet von L. nehmen jetzt die Departements Lozere, Gard, Ardeche, Aude, Hérault und Haute-Garonne, Haute-Loire und Tarn ein. Die Hauptstadt war Toulouse.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 806Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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