Languet (Hubert), polit. Schriftsteller, geb. 1518 zu Viteaux in Burgund, wurde, nachdem er in Frankreich seine Studien beendet, während seines Aufenthalts in Deutschland durch Camerarius mit den Ansichten der Reformatoren bekannt. Er studierte in Padua die Rechte, kehrte aber 1549 nach Wittenberg zurück, um in Melanchthons Nähe zu leben. Nachdem er 1551—60 das nördl. Europa besucht hatte, trat er 1565 in die Dienste des Kurfürsten von Sachsen, der ihn 1568 auf den Reichstag in Speier sandte und zu mehrern wichtigen Sendungen, namentlich an Karl IX. von Frankreich verwendete. Später trat er in die Dienste des Prinzen von Oranien und starb zu Antwerpen 20. Sept. 1581. Die berühmteste Schrift L.s sind die 4Vindiciae contra tyrannos, sive de principis in populum, populi in principem legitima potestatep (Edinb. u. Basel 1579; französisch von Frangois Etienne unter dem Titel De la puissance légitime du prince sur le peuplep, Par. 1581; deutsch von Treitzschke, Lpz. 1846), die er unter dem Namen Junius Brutus herausgab. Biographien schrieben Philibert de Lamarre (Halle 1700) und Chevreul (Par. 1852). Vgl. auch Blasel, «Hubert L.v(Oppeln 1872); Scholz, Hubert L. als kursächs. Berichterstatter und Gesandter in Frankreich (Halle 1875). oder Zacke.