FeedLauenburg
ErdkundeBrockhaus 1882

Lauenburg, Stadt im Kreise Herzogtum Lauenburg der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, am nördl. Ufer der Elbe und am Ausfluß der Delvenau, Station der Linie Büchen-L. der Preußischen Staatsbahnen, entstand ursprünglich unterhalb der 1182 vom Herzog Bernhard von Sachsen erbauten starken Feste L. (Lavenburg), die nach dem slaw. Namen der Elbe (Labe, Lave) benannt ward und deren Name allmählich auf die Stadt und das Land überging. Dies Schloß war herzogl. Residenz, brannte aber 1616 ab bis auf einen alten Turm und einen Flügel. Die Stadt L., Sitz eines Amtsgerichts, hat ein Realprogymnasium, Zündholz⸗ und Cigarrenfabriken, Kalk⸗ und Ziegelbrennerei, zählt (1880) 4726 meist prot. E. und treibt lebhaften Transithandel auf der Elbe und der Delvenau. In der Stadtkirche ist die Gruft der vormaligen Herzöge von Sachsen-L.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 847Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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