Läufer (frz. feuille male, meule courante; engl. slider, runner), in der Tuchfabrikation das bewegliche Blatt der Schermaschine. In der Mehlfabrikation heißt Läufer oder Läuferstein derjenige der beiden Steine des Mahlgangs, welcher in Rotation versetzt wird; bei Kollergängen (f. d.) nennt man so die steinernen oder eisernen Scheiben, welche, indem sie auf dem Bodenstein umlaufen, das auf demselben ausgebreitete Material zerkleinern. In der Spin nerei ist L. soviel wie Igel (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei