Leberkrankheiten betreffen entweder nur den serösen Überzug der Leber, wie die sog. Schnürleber, welche durch die anhaltende Ausübung eines starken Drucks auf die Gegend der untern Rippen, namentlich durch starkes Schnüren entsteht (s. unter Leberentzündung )), oder das eigentliche Lebergewebe, wie die verschiedenen Formen der Leberentzündung (s. d.), die Speckleber oder amyloide Entartung der Leber (s. Amyloid), die . di Tedltne Ent der Leberzellen (s. Fettleber), die rebsige Entartung der Leber (s. Leberkrebs) u. a., oder nur die Gallenblase und die großen Blutaderstämme, wie die Gallensteine (s. d.), die eiterige Entzündung der Pfortader u. a. In hohem Alter sowie nach erschöpfenden aun, ioult ist die Leber oft geschrumpft, welk, braun, sonst aber normal, d. i. die sog. rote Leberatrophie. Unter gewissen Verhältnissen geht die Leber in höchst eigentümlicher Weise akut zu Grunde, ihr Gewebe löst sich völlig auf, sie wird matsch, gelb, d. i. die sog. akute gelbe Leberatrophie. (S. unter Leberentzündung 5.) Häufig ist bei L. Gelbsucht (s. d.) norhanden und zwar immer dann, wenn entweder eine Verstopfung des gemeinsamen Gallengangs durch Schleimpfröpfe (wie beim Darmkatarrh, der sich leicht auf die Schleimhaut der Gallenwege fortsetzt), ne Wrichtt bleibende Gallensteine u. dgl., oder eine Verschließung einzelner feiner Gallengänge durch Abscesse, Parasiten, Krebsknoten u. dgl. gattfindet. Auch Parasiten sind in der Leber nicht elten, namentlich Echinokokken finden sich in ihr häuger als anderwärts. (S. Leberechinokokkus.) Zerreißungen der Leber, wie sie sich nach Stoß, Schlag oder 9 0 auf den Bauch ereignen, sind meist wegen der Blutung tödlich.