Lebermoose (Musci hepatici) nennt man diejenigen Moose, deren Frucht bei ihrer Ausdehnung die Hülle des Archegoniums, worin sie sich entwickelt, am Scheitel durchbricht, und daher stets nackt (ohne Mütze) ist. Dieselbe springt in der Regel mit Klappen auf; ihre Sporen werden bei der Mehrzahl durch elastische Spiralfaserzellen (Schleudern) fortgeschnellt. Die L. haben teils einen beblätterten, teils einen laubartigen Stengel. (Vgl. Moose.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 880Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei