FeedLedegauck (Karl Ludw.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Ledegauck (Karl Ludw.), vläm. Dichter, ge 9. Nov. 1805 zu CEecloo (Ostflandern), war zuerst Schreiber auf dem Stadthause seiner Vaterstadt, studierte darauf die Rechte, wurde Friedensrichter in Zomergem, Mitglied des Provinzialrats von Ostflandern, zuletzt (1842) Provinzialinspektor des niedern Schulunterrichts in Gent und starb 19. März 1847. Seine dichterische Laufbahn begann er als Bewerber bei mehrern von vläm. Gesellschaften ausgeschriebenen Preiskämpfen, so in Deynze 1827 (Heil und Unheil der Schauspielkunsty), 1828 in Gent (eLob der Malereie»J. Seine zerstreuten Gedichte sammelte er 1839 unter dem Titel Blumen meines Lenzesv. Seitdem erschienen von ihm: „Das Burgschloß von Zomergemv, eine Erzählung in Balladen (1840), Die Irrey (1842) und seine populärste Schöpfung: »Die drei Schwesterstädte (1846), worin er Gent, Brügge und Antwerpen besingt. Seine gesammelten Dichtungen nebst einer Lebensskizze L.s gab 1856 (2. Aufl. 1868) Heremans in Gent heraus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 886Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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