Lehmann (Jul.), Agrikulturchemiker, geb. 4. Juli 1825 zu Dresden, war 1854—56 Oberlehrer am Vitzthumschen Gymnasium daselbst, richtete dann zu Weidlitz und Pommritz in der Oberlausitz landwirtschaftliche Versuchsstationen ein, wurde 1868 Professor an der Akademie in Proskau, 1869 Vorstand der Centralversuchsstation in München, wo er 1872 auch ord. Professer an der Technischen Hochschule wurde; 1879 trat er in den Ruhestand und lebt jetzt in Dresden. L. veröffentlichte zahlreiche Untersuchungen über die Pflanzen⸗ und Tierernährung. Besonders wichtig ist seine Methode des Verbackens des Mehls aus ausgewachsenem Roggen zu einem völlig normalen Brot.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 904Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei