FeedHaanen (Remy van)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Haanen (Remy van), Landschaftsmaler, geb. 5. Jan. 1812 zu Oosterhout im nördl. Brabant, stammt aus einer dortigen Malerfamilie. Sein Vater Kaspar, welcher in Mastricht geboren war, übte die Stecherkunst und galt als trefflicher Kenner von Gemälden. Die künstlerische Thätigkeit teilte sich seinen zwei Söhnen und zwei Töchtern mit. Der ältere Bruder, Georg Gillis (geb. zu Utrecht 1807), zeichnete sich durch Genrebilder mit effektvoller Nachtbeleuchtung aus und malte auch gelungene Waldscenerien in größerm Stil; er unterrichtete die ältere, 1809 geborene Schwester Elisabeth Alida; die jüngste, Adriana Johanna, Eri in Oosterhout 14. Juni 1814, hat sich als tillleben-Malerin bewährt. Das begabteste Glied der Familie, Remy, bildete sich nach den großen Meistern seines Vaterlandes. Unter den Zeitgenossen war Jan van Ravenszwaaij sein Lehrer. m J. 1834 begann er ein länger dauerndes Banderstudium durch die meisten Länder Europas, ging 1837 nach Utrecht zurück, setzte seine Reisen dann wieder bis 1841 fort und nahm 1842 seinen Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VIII. Wohnsitz dauernd in Wien. Er hatte hier besonderes Glück durch seine Winterlandschaften. 10 ist vortrefflich in der feinen Stimmung des Waldes; die Tradition der alten Vorbilder leuchtet durch seine Bilder überall hindurch. Bilder des Künstlers sind im wiener Privatbesitz andse zu den vorzüglichsten gehören die Winterland Haften der ehemaligen Sammlungen Galvagni, Arthaber und Fellner. Eine Winterlandschaft auf der ersten internationalen Ausstellung und eine Rresauanelung Waldgegend, welche 1884 in der — resausstellung des wiener Künstlerhauses zu sehen war, zeugten von der ungebrochenen Kraft des greisen Künstlers. Haaparanta, s. Haparanda.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 673Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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