FeedLeins (Christ. Friedr.)
BaukunstBrockhaus 1882

Leins (Christ. Friedr.), ausgezeichneter Architekt, geb. 1814 in Stuttgart, erhielt seine technische Ausbildung daselbst und in Paris, ließ sich später in Stuttgart nieder und wurde 1858 mit dem Titel als Oberbaurat Lehrer der Architektur an der dortigen Polytechnischen Schule. L. machte sich zuerst bekannt durch den Bau eines Wohnhauses, des jetzigen russ. Gesandtschaftshotels in Stuttgart. Dann übernahm er im Auftrag des damaligen Kronprinzen Karl die Ausführung einer Villa in Berg bei Stuttgart, die zu den anmutigsten Renaissancebauten der neuern Zeit gehört. Von seinen weitern Bauten sind zu nennen: die Restauration und Erweiterung mehrerer älterer Kirchen in Württemberg, der Umbau des von Varnbülerschen Schlosses zu Hemmingen, das Jagdschloß Katharinenhof für den Prinzen Friedrich von Württemberg, das Palais des Prinzen von Sachsen-Weimar in der Neckarstraße zu Stuttgart und der Königsbau gegenüber der Residenz in Stuttgart, sowie die Anlage des Schloßplatzes und der beiden denselben zierenden großen Springbrunnen. Außerdem rühren von L. her viele Kirchen in Württemberg, mehrere Villen in Stuttgart und Ulm, der große Riedingersche Bau zu Augsburg, das Lyceum zu Schwäbisch-Hall und die frühgot. Johanneskirche zu Stuttgart. Seit 1881 ist L. Vorstand der königlich württemb. Kunstgewerbeschule.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 924Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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