Leith (spr. Lihs), ursprünglich Inverleith, schott. Municipal⸗ und Parlamentsflecken in Mid-Lothian, Hauptseehafen der Ostküste Schottlands, 2,8 km nordöstlich von Edinburgh, mit dem es durch den L.⸗Walk und andere Straßen verbunden ist, an der Mündung des Leith, am Südufer des Firth of Forth, Station der Caledonian and North-British Eisenbahn; der siebenfach überbrückte Fluß teilt es in Nord⸗ und Südleith. Die öffentlichen Gebäude sind alle neu und schön. Rennenswert sind: das Stadthaus, Zollhaus, Trinityhaus, die Börsen, Markthallen, Schlachthaus, die Post, das öffent1—— Institut, Armenhaus, Hospital, Watts Hospital, die Hochschule. Das erste Dock wurde 1720 begonnen, der Zollhauskai 1777 gebaut, das größte der sieben gegrabenen Docks hat 2 Molen von 1076 und 942 m Länge. Drei Schiffswerfte beschäftigen jetzt fast 2000 Arbeiter; andere Industriezweige sind: Maschinenbau, Glasfabrikation, Zuckerraffinerie, Konserven⸗, Mehl⸗, Segeltuch⸗, Tauwerk⸗, Seife⸗, Leder⸗, Eisenwaren⸗, künstliche Düngerfabriken. L. ist ein wichtiger Handelsplatz für Getreide, Holz, Wolle und Südweine. Erst 1833 wurde es von Edinburgh losgelöst und zu einem selbständigen Orte gemacht, der 1861 schon 33628, 1881 aber 61168 E. zählte. Leitha, rechter Nebenfluß der Donau, entsteht in Niederösterreich, 9 Km südlich von Wienerisch-Neustadt, aus der Vereinigung der vom Wienerwalde kommenden Schwarza und der am Wechselberge an der steiermärk. Grenze entspringenden Pitten, fließt dann teils nahe an, teils auf der ungar. Grenze in nordöstl. Richtung über Bruck, zuletzt südostwärts nach Ungarn und ergießt sich nach einem 125 km langen Laufe bei Ungarisch-Altenburg in den wieselburger Donauarm. Die Ausläufer der nördl. Kalkalpen, die an der ungar. Grenze am rechten Ufer der L. hinziehen und von dieser durchbrochen werden, heißen nach ihr das Leithagebirge. Am linken Ufer treten sie als Hainburger Berge an die Donau und bilden mit den gegenüberstehenden Kleinen Karpaten zwischen Hainburg und Theben (Dovina) die Donaupforte. Das Gebirge ist nur 5—700 m hoch. Am linken Ufer der L. breitet sich das sog. Wiener Becken aus, südwestlich von Neustadt und längs der Schwarza, das Steinfeld genannt. Als Grenzfluß war die L. (altdeutsch Litaha oder Litha) häufig Kriegsschauplaz. Am 13. Okt. 1146 siegten hier die Ungarn unter Geisa, nachdem sie das Leerfeld Oeserta Boiorum), d. i. die Gegend zwischen der L., dem Neusiedlersee und Wieselburg, überschritten, über die Osterreicher unter Herzog Heinrich Jasomirgott. Am 15. Juni 1246 wurden dagegen die Ungarn unter Frangipani, Neustadt gegenüber, von Friedrich dem Streitbaren, welcher im Kampfe fiel, und 21. Mai 1271 von Ottokar II. von Böhmen besiegt. Seit dem Ausgleich von 1867 und der Trennung der Monarchie in deren beide Hauptteile, die deutschen Erbländer und Ungarn, pflegt man dieselben als cisleithanisch und transleithanisch zu bezeichnen.