FeedLemchen (Simon)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Lemchen (Simon), s. Lemnius. Lenicke (Karl), Asthetiker, geb. 26. Aug. 1831 zu Schwerin, besuchte das dortige Gymnasium, studierte auf den Universitäten Göttingen, München und Heidelberg, lebte dann mehrere Jahre in Paris, Berlin und München, mit histor. und kunstwissenschaftlichen Studien beschäftigt; 1862 habilitierte er „sich in Heidelberg als Privatdocent für Asthetit Litteraturgeschichte. Hier zum außerordentlichen Professor ernannt, wandte er sich 1871 wieder nach München, von wo er im Frühjahr 1873 als Professor der Ästhetik und allgemeinen Kunstgeschichte an die Akademie der bildenden Künste in Amsterdam ging; in gleicher Eigenschaft wurde er 1876 an die königl. technische Hochschule zu Aachen und 1885 an die technische Hochschule und Kunstschule zu Stuttgart berufen. Es erschienen von ihm: Lieder und Gedichtes (Hamb. 1861), «Populäre AÄsthetiko (5. Aufl., Lpz. 1878), „Geschichte der Deutschen Dichtung neuerer Zeito (Bd. 1, von Opitz bis Klopstock, Lpz. 1871), Biographien aus der niederländ. Kunstgeschichte in Dohmes «Kunst und Künstlere (Bd. 1 u. 2, 187778) und unter dem Pseudonym Karl Manno die Romane aus der Gegenwart 4Beowulf » (Berl. 1882) und «Ein süßer Knabes (Berl. 1884).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 944Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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