Bambar(r)a (Bamana), Land und Volk am obern Dscholiba (Niger), am westlichen Endteil des Sudan, etwa zwischen dem 12. und 14. Grad nördl. Br. und dem 6. und 10." westl. L. v. Par. Die Grenzen sind: im Norden und Osten Massına, im Westen Kaarta und das Gebiet des obern Senegal, im Süden die Dhialonke und Malinke. Hauptstadtist: Sego am rechten Niverufer. — Die B. gehörenmehr zu den nigritischen, als zu den eigentlichen Negervölker n; sie sind jedenfalls eine Mischung von Neger und Fülah und eine Abzw eigung der Mandingo. Die zerfallen in die vier Stämme: Kurbari oder Kulbali (der mächtigste, aus welchem die Könige gewählt werden); die Diara (vor dem Auftreten El-Hadj's der in Sego herrschende), die Konore und die Dambale. — Die B. treten zuerst im 11, Jahrh. auf, wo sie sich, wahrscheinlieh unter Anführung von Fwulah-Häuptlingen, erobernd über die Gebiete verbreiten, in welchen wir sie jetzt finden; 1862 wurde das Land Sego, wie auch Kaarta, von dem-Fulah El-Hadj-Omar erobert, der es zum Mittelpunkt eines neuen muselmännischen Staates zwischen dem Senegal und Timbuktu gemacht hat.