Ivongos, Völkerschaft der Betsimesaraka (Madagaskar), an der Ostküste, in der Gegend der Antonkil-Bai; ca. 20 000 Köpfe. Kaarta, Land im westlichen Sudan, die Nordprovinz des Reichs Segu bildend. Seine Grenzen sind genau bestimmt: im Norden stösst es an das Gebiet des Maurenstammes Duaisch und an den Strich El-Hodh der Sahara; im Osten an Bakhunnu und im Süden an die Bambaraländer Beledugu und Fuladugu; im Westen reicht es bis an das rechte Senegalufer; es umschliesst also so ziemlich das ganze Hochland zwischen Sahara und Senegal, dessen Bevölkerung ehemals ausschliesslich die Stämme der Soninke (s. d.) bildeten, das aber 1855 durch Hadj-el-Omar (s. d.) mit Feuer und Schwert verwüstet und seinem Reich einverleibt wurde. Es zerfällt in eine Reihe von kleineren Landschaften oder Provinzen (Diafunu, Diombokho, Gidiume, Keniareme ete.), die zum Teil unter der Herrschaft von Brüdern des Segu-Sultans stehen. Seine Hauptstadt ist Niora in der Provinz Kingui. — K. ist im allgemeinen fruchtbar; gebaut werden alle Feldfrüchte, auch Baumwolle, Tabak und Indigo. — Nach Faidherbe’s Schätzung (1859) betrug sein Flächenraum 54500 qkm und seine Bevölkerung (Bambaras und Soninkes) 300. 000 Köpfe. Das Land ist wenig erforscht; den französischen Reisenden wird der Zutritt eifersüchtig von dem Sultan von Segu verweigert: Mungo Park betrat es 1796, Raffenel 1847, Mage und Quintin 1863, Peraud und Beliard 1864, Lenz 1880; Dr. Bayol versuchte 1882 vergeblich, Zutritt ins Land zu erhalten. Kaarta-Bins, Landschaft oder Provinz des zu dem Königreiche Segu gehörigen Staates Kaarta (s. d.), südlieh von der Landschaft Tamira ge-