Damara, Volk im südl. Afrika, in der westl. Küstenzone, zwischen den Namas und dem Kunene (vom 19. bis etwa zum 22° südl. Br.). Sie zerfallen in die D. der Ebene (Kamagha-D.) und die Berg-D. (Ghu-D.); die ersteren leben von der Jagd und von Wurzeln, die anderen treiben Viehzucht. Die Sprache der erstern gehört zum Setschuana, die Berg:D. reden Hottentottisch und nennen sich selbst Haua-D. (echte D.) oder Haua-Koin. — Das D.-Land, ein Hochplateau, wird vom Meere durch ein etwa 100—150 km breites sandiges Littorale geschieden, in welchem sich die spärlichen Wasserläufe, die das D.-Land durchziehen, verlieren. Es ist von mannigfach gerichteten Hügelketten durchschnitten, die im Innern bis zu 1000 m ansteigen. Diese Berge sind, hauptsächlich im Süden vom Omaramba-Fluss, nach dem Bericht der Missionäre reich an Eisen- und Kupferlagern. Das Hochland senkt sich im Norden zu reichen und fruchtbaren Ebenen, südwärts stösst es an Namaqualand. 1876 haben sich Boers im D.-Land angesiedelt, 15:7 knüpfte Englard mit den Eingeborenen Verhandlungen an, um das Land der Kapkolonie einzuverleiben; 1853 wurde die D.-Küste mit Angra Pequena von Deutschland in Besitz genommen.