Dschagga, Djaga oder Jagga, ein pittoreskes Gebirgsland im östl. Südafrika, zwischen 3—3 ½ südl. Br. und 55 ½ östl. L. von Ferro, umschließt die zahlreichen südwärts abfließenden Quellflüsse des Rufu (Lufu) und die höchsten bis jetzt bekannten Schneeberge Afrikas, den Großen und den Kleinen Kilimandscharo (s. d.). Das Klima des Landes ist mild, der Boden fruchtbar und in den Thalgründen mit einer kräftigen Tropenvegetation bekleidet. Die Bewohner von D., die Wa-Dschagga, bei ihren Nachbarn Wa-Kirima oder Wa-Kilima (Bergbewohner) genannt, haben ihre Sitze in den am Süd- und Südwestabhange des Gebirges liegenden Ebenen, in denen sie nicht, wie die übrigen Stämme jener Gegenden, in Dörfern, sondern jeder für sich auf seinem Grundbesitze oder Gehöfte von Feldbau und Viehzucht leben. Sie haben einen kräftigen Körperbau, sind reinlich, thätig, geschickt in Handarbeiten und stehen höher als ihre nächsten Nachbarn. Ihre Sprache, das Ki-Dschagga, ist ein Dialekt des großen Bantusprachstammes, der sich südlich von den Galla über ganz Afrika, mit Ausschluß der von den Hottentotten und Buschmänner bewohnten Gegenden, ausdehnt. ö