FeedFarafrah
ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Farafrah, Oase in der libyschen Wüste, 1520 von Cailliaud, 1873 von Rohlfs auf ihren Expeditionen durch jene Wüste besucht. Im Besitz Äoyptens. Sie ist vier Tagereisen oder etwa 120 km südwestlich von der Kleinen Oase und etwa ebenso weit in nordwestl. Richtung von der Oase Dachel entfernt. Rohlfs und Jordan nahmen die Örtlichkeit der Oase F. zum erstenmale 1873 auf. Sie bestimmten ibre Lage auf 21% 3/ 26” nördl. Br, und 25° 44’ 51” östl. L. Ihre Ausdehnung beträgt etwa 3300 qkm, von denen 250 ha bebaut sind. Die Bevölkerung beträgt im ganzen 345 Köpfe; sie wohnt in den beiden Dörfern Ksar-Farafrah (320 Einw.) und Scheik-Mursuk (25 Einw.), sind thätig und arbeitsam, ihre Sprache ist ein schlechtes Arabisch. Haupterzeugnisse sind: Datteln und Oliven von vorzüglicher Sorte. Regen fällt nur in den Monaten Januar und Februar, — Cailliaud, welcher 1820 F. besuchte, gab die Zahl ihrer Bewohner auf 70 an. Bei den Arabern heisst die Oase Forferun (Pluralform von Farafrah); in der altägyptischen Sprache heisst sie To-ah& („Land der

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 405Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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