Hicks Pascha, ein im indischen Dienste erprobter englischer Offizier, wurde 1882 von dem ägyptischen‘ Chedive mit der Leitung des Feldzugs gegen den Mahdi Mohammed Achmed (s. d.) betraut. Er organisierte zunächst die durch ihre Entsendung in den Sudan demoralisierten und entmutigten Truppen neu und machte sich dann an die Aufgabe, den Sennar von dem Feinde zu säubern. Im Laufe des Winters 1882/83 gelang es ihm, den Aufstand hier niederzuschlagen und das Gebiet des Blauen Nils zu sichern. Im Frühjahr ’83 rückte er nun mit einer ansehnlichen Macht am Weissen Nil aufwärts, um sich die Operationsbasis zu sichern, welche als Ausgangspunkt für den mit dem Ende der Regenzeit projektierten Aufbruch des Heeres in Aussicht genommen war, lieferte im April mehreren Abteilungen der Insurgenten zwischen Kaua und Duem am Weissen Nil einige blutige Gefechte, welche zum Nachteil der letzteren ausfielen. Mit dem Ausgange der Regenzeit sammelte er sein Heer bei Duem und brach von da aus am 24. September mit 7000 Mann regulärer Truppen, ca. 4000 Beduinen und 30 Geschützen nach El-Obeid auf. Er wählte die südliche (zwarlängere,aberan Brunnen reichere) Route im Thale des Chor Abu Hable über Nurabi, Rahad und Melbeis. Den Plan, unterwegs eine Reihe befestister Punkte anzulegen, um eine Verbindung mit dem Nile zu sichern, musste er, um die Stärke seines Heeres nicht zu schwächen, aufgeben. Er gelangte bis in die Nähe von Allula, zwischen Rahad und Kascheil und unterlag hier den wiederholten Angriffen des an Zahl bei weitem überlegenen Gegners. Die ganze Armee, H. selbst, die anderen europäischen, auch mehrere deutsche Offiziere, die Korrespondenten grössere Zeitungen, darunter der durch seinen Ritt nach Merw berühmt gewordene Vertreter der „Daily News“, O’donovan, und der „Times“-Korrespondent Powell fanden bei dieser Katastrophe den Tod.