FeedGando (Guandu, Gwandu)
GeschichteAfrika Hand-Lexikon 1885

Gando (Guandu, Gwandu), Königreich des Sudan, im Gebiete der Fellatastaaten; ca. 215640 qkm mit 5800000 Einwohnern. Es erstreckt sich in einer höchst unregelmässigen Form über die beiden Ufer des Kworra oder Niger, ungefähr vom 7. bis zum 14. oder 15.%: nördl. Br. u. 3. oder 5.—6." westl. L. — Es reicht im Süden bis zum Zusammenfluss des Benu& und des Kworra, im Norden bis zur Grenze der Gebiete der Imoschach oder Auelimmid-Tuareg. Im Osten wird es vom Königreich Sokoto begrenzt; im Nordwesten und Südosten vom Kworra. — Seine Hauptstadt führt den gleichen Namen „G.“, liest in der Provinz Kebbi, an einem kleinen Zuflusse des in den Niger laufenden Gulbi-n-Sokoto. Sie ist auf allen Seiten von Hügeln umgeben; hat schöne Feldbauten (Bananen und Zwiebeln); auch Fabriken von Baumwollenzeugen. — Das Reich G. wurde 1852 von Heinrich Barth entdeckt, als er, nach Overwegs Tode am Tschad-See, über Kano und Kaschna nach Sokoto, von da nach dem Handelsplatz Say am Niger und durch Gurma, Libthako und Dalla nach Timbuktu reiste.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 467Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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