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TierreichAfrika Hand-Lexikon 1885

Mandingo heissen die Negerstämme, welche sich von Manding (s. d.) aus über einen grossen Teil Senegambiens und über das nördliche Ober-Guinea verbreitet und eine Menge kleiner Staaten (Bambuk, Bondu, Dentilia, Kaarta, Salum, Barra, Yani, Wulli) gebildet haben. Die Mandingöo gehören zu den ausgezeichnetsten Bewohnern Afrika’s; ihre Gesichtsbildung ist ziemlich regelmässig, offen und einnehmend, ihr Gemüt heiter und einfach; ihre geistige Befähigung, namentlich soweit sie den Islam angenommen haben, überragt alle anderen Neger; zugleich haben sie eine kräftige, gutgeformte Körperbildung; ihr Haar ist ganz wollig, ihre Lippen sind dick, ihre Nasen platt, ihre Hautfarbe ist gelblich; am vorteilhaftesten vor den anderen Negern zeichnen sie sich durch ihre Arbeitsamkeit, Geschicklichkeit und Zuverlässigkeit aus. Jeder M. kann lesen und schreiben, und ihre zahlreichen (schwarzen) Missionäre haben den Islam weit in jenen Ländern verbreitet. Sie scheiden sich in zahlreiche Stämme, z.B. Bullom, Timmani, Susu, Vey u. a.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 866Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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