FeedBisamtier
TierreichBrockhaus 1882

Bisamtier, Moschustier (Moschus), kleine, den Rehen in ihrer ganzen Gestalt ähnliche, aber in beiden Geschlechtern vollkommen geweihlose Wiederkäuer, welche eine eigene Familie bilden, die Gebirge und Hochebenen Centralasiens zwischen Amur und Hindukusch bewohnen, keine Thränengruben und nur einen stummelhaften Schwanz esitzen und deren Männchen sich dadurch auszeichnen, daß die obern Doschln in Gestalt zweier langer, gekrümmter Dolchklingen aus dem Maule hervorragen. Es sind äußerst scheue und flüchtige Tiere, deren Jagd mit den größten Schwierigkeiten verknüpft ist. Das echte Moschustier (M. moschiferus) erreicht die Größe des Rehs. Nur bei dem Männchen liegt hinter dem Nabel ein etwa 6,5 em langer, halb so breiter Sack mit kleiner, halbmondförmiger Offnung, in welchem sich der Moschus in Gestalt einer käseartigen, weißlichen Masse absondert, die beim Trocknen braun wird. (S. Moschus.) n kennt außer dieser Gattung noch die Zwergmoschustiere (Tragulus), kleinste Wiederkäuer, die auf Ceylon und den Sunda-Inseln vorkommen, aber keinen Moschusbeutel besitzen und nur des schmackhaften Fleisches sowie der zierlichen Gestalt 1Büi gejagt werden. penvarietät mit breiten Streifen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 86Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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