Barbe (Verstümmelung des italienischen barbolo, kleine Barbe), sonst auch Borbine, Barm und Sauchen genannt, ein achtbares Mitglied der Karpfenfamilie, das mit Ausnahme der Mittelmeerländer, Jütlands und Scandinaviens in ganz Europa zu Hause ist. Das Fleisch der Barbe ist wohlschmeckend, nahrhaft und leicht verdaulich, bietet aber der vielen Gräten halber doch nur einen recht stacheligen und widerhaarigen Genuß. Für besonders schätzenswerth gilt das Maul, der Rogen dagegen ist ungenießbar. In Zwiebelbrühe abgekocht und mit holländischer Sauee servirt, in Wein gedämpft oder auch auf dem Rost gebraten, liefert die Barbe ein ganz angenehmes Gericht. Von der feinen Tafel jedoch bleibt sie ihrer Gräten halber ausgeschlossen, selbst wenn sie aus der Weser stammt, welche die vorzüglichsten Exemplare in ganz Europa liefern soll.