FeedSeebarsch
TierreichAppetit-Lexikon 1894

Seebarsch, der Lupus der Römer, den Apicius mit Pfeffer, Kümmel, Zwiebel, Petersilie und Raute kochte und mit einer Sauce aus Fischsülze, Oel und Honig anrichtete, bewohnt vorzugsweise, ohne jedoch im Atlantischen Ocean zu fehlen, das Mittelmeer und hält sich dort truppweis in der Nähe der Flußmündungen auf, in die er im Hochsommer zum Laichen eindringt und gefangen wird. Im Durchschnitt bei ½—1m Länge nur 3—5 kg schwer, erreicht er in den Lagunen von Venedig ein Gewicht bis 10 kg und bildet dann ein sehr begehrtes Prunkstück der feinen Tafel, auf der er aber seines festen, weißen, wohlschmeckenden Fleisches wegen auch bei geringerer Größe stets die verdiente Anerkennung findet. Man siedet ihn in Weißwein und servirt ihn mit spanischer Sauce.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 507Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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