FeedBisquit
Haus & KücheAppetit-Lexikon 1894

Bisquit, ein Luxusgebäck aus feinstem Weizenmehl mit Zucker, Ei, Fett und Gewürzen, ist für Gesunde eine Leckerei, für Kranke wegen seiner Nahrhaftigkeit und leichtern Verdaulichkeit nicht selten ein Bedürfniß und für alle Welt eine ebenso angenehme wie gesunde Beigabe zum Wein, Kaffee oder Thee. Die Wiener Bisquits (Victor Schmidt's Söhne, Charles Cabos) stehen wegen ihres Wohlgeschmacks wie wegen ihrer gefälligen Form im In- und Auslande im besten Rufe, und ebenso liefern Triest (Antonio Gatti), Wurzen i. S., Raab in Ungarn (Anglo-hungarian Bisquit-Company) und Hamburg beliebte und vortreffliche Fabricate dieser Art. Speciell als Krankenkost behaupten die echten Englischen Bisquits oder Cakes (z. B. von Huntley & Palmers in Reading) die erste Stelle, da sie weniger Zucker und mehr Fett enthalten als alle anderen. Die Fleischbisquits von L. Lejeune in Berlin werden ohne Zucker aus fein zermahlenem Fleisch mit Teig aus Erbsen- oder Bohnenmehl hergestellt und gehören nicht zu den Bisquits, sondern zu den besseren Suppenconserven. In der Küche bereitet man aus Bisquitteig auch allerlei Kuchen, Torten, Waffeln, Puddings u. s. w. Vgl. Schiffszwieback.

Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 45Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei

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