Niersteiner, ein angenehmer weißer Tischwein vom Städtchen Nierstein in Rheinhessen, dessen beste Lage, der „Glöck“ oder „Kleck“, sogar den Rheinweinen zweiter Klasse zugezählt wird und dem Niersteiner zu solchem Ansehen verholfen hat, daß jetzt die Mehrzahl der rheinhessischen Weine dritter und vierter Ordnung, wie z. B. der Laubenheimer, der Büdesheimer, der Bingener, der Oppenheimer, der Salzener, Wachenheimer, Alsheimer, Bechtheimer u. s. w. zumeist als „Niersteiner“ in die Welt gehen. Ueber Mainz zu beziehen. Rockerl ist eine oberdeutsche Bezeichnung für Kloß, namentlich für den mit Milch angemachten oder wenigstens in Milch gekochten Mehl- oder Grieskloß, der allein als „Salzburger Nockerl“ in nicht weniger als fünf verschiedenen Spielarten in der Wiener Küche auftritt. In dieser einfachen Gestalt ist das Nockerl eine der angenehmsten Mehlspeisen, »une beauté douce comme un mouton“. Man stellt aber auch aus geschabter Leber, passirtem Kalbshirn, gestoßenem Fisch, Kalbfleisch oder Hühnerfleisch Nockerl her, die dem Griesnockerl und Eiernockerl noch überlegen sind und als Suppeneinlagen stets mit verdienter Hochachtung begrüßt werden.