Regenpfeifer, Grillvogel, Tutvogel, Goldkiebitz oder Goldregenpfeifer, ein Stelzvogel von der Größe einer Feldtaube und naher Verwandter, Freund und Wintergefährte des Kiebitz, kommt als Zugvogel auf der ganzen nördlichen Erdhälfte vor und ist im Herbst (September bis November) auch in Oesterreich nicht gerade selten, findet aber hier so gut wie gar keine Beachtung. Diese Vernachlässigung ist ein Fehler und ein Unrecht, denn wie die Pariser Tafel beweist, liefert der Vogel geschmort, gebacken oder auch am Spieß gebraten (was freilich etwas zu viel Ehre für ihn ist) unter zehn Fällen neun Mal ein ganz treffliches Gericht. Beim zehnten Male muß man freilich wie beim Kiebitz auf einigen Thrangeschmack gefaßt sein, der dann umso unausstehlicher erscheint, je weniger man auf solche Widerwärtigkeit gefaßt war.