Capaun mit Nudeln, Erstlich kochet die Capaunen weiß, darnach bereitet folgenden Teig: thut Mehl auf einen Tisch, schlaget 2. gantze Eyer und 2. Dotter drein, und machet einen solchen festen Teig, der mit harter Mühe kaum kan auffgetrieben werden, treibet ihn auch so dünne, als immer möglich: streuet darnach Mehl drauf, leget ihn doppelt zusammen, und treibet ihn wieder, ziehet ferner solchen aus einander, kehret ihn ab, und henget ihn auf, damit er ein wenig trocken werde, rollet ihn hernach zusammen, so kan er klärer, als wie Italiänische Nudeln geschnitten werden. Nunmehro setzet Wasser aufs Feuer, lasset es sieden, werffet die Nudeln hinein, welche darinne einen Sod thun müssen, hebet alsdenn den Kessel, worinnen sie gesotten, herunter, giesset kaltes Wasser hinein, nehmet die Nudeln entweder mit den Händen, oder mit einem Durchschlag heraus, thut sie in eine Casserole oder Tiegel, dazu ihr auch Muscatenblüten und gute Fleischbrüh schütten sollet, setzet solche aufs Feuer, leget die Capaunen drein, und lasset alles durch einander kochen. Wenn sie sollen angerichtet werden, und die Fleischbrühe nicht recht fett ist, so legt ein Stück ausgewaschene Butter dran; lassets noch einmahl aufsieden, richtet hernach die Capaunen auf die Schüssel an, thut die Nudeln drüber, streuet Muscatenblüten drauf, und gebet sie hin. Will man diesem Gericht ein Ansehen machen, so könnet ihr etwas Nudeln, ehe sie gesotten werden, aus dem Schmaltz backen, und damit garniren.