Erbsen auf Oesterreichische Art abzuziehen. Nehmet schöne Erbsen, so viel ihr deren brauchet, darnach setzet reine durchgelauffene Lauge aufs Feuer, werffet die Erbsen drein, und lasset sie darinnen einen Sud thun. Nach diesem nehmet solche vom Feuer, schüttet sie heraus, so werdet ihr die Hülsen davon thun können, also, daß nur das gelbe von Erbsen noch übrig; dieselben werden sich alle unten entzwey spalten, und gut aussehen, denn eine iede Erbse spaltet sich von einander, wenn die Hülse herunter. Diese Erbsen können hernach trocken gemacht, und zu unterschiedenen Essen gebraucht werden, z. E. an Hüner, zu Potagen &c.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 481–482Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0