Krebs, Cancer, Ecrevisse, ist ein Thier, das im Wasser und auf der Erde leben kan, und giebt es derer so wol in süssen als gesaltzenen Wassern, dahero sie auch in Meer- See-Strom- Fluß- Bach- und Teich-Krebse eingetheilet werden. Wer die Krebse wohl betrachtet, dürffte bald mit Colero auff die Gedancken kommen: Ein kühner Mann muß der gewesen seyn, der den ersten Krebs gegessen hat. Merckwürdig ist von ihnen, daß sie mit dem Mond ab- und zunehmen, und sonderlich zu der Zeit im Jahre gut seyn, wenn der Monat kein R. hat, wiewohl sie in der Weitzen-Blüte am allerbesten geachtet werden, darauf aber die Frantzosen in der Picardie wenig regardiren, sondern sie lieber zur Fasten-Zeit als im Sommer verspeisen. Was ihr Fleisch anbetrifft, so sind die See-Krebse sehr unverdaulich, die Bach-Krebse aber behalten unter denen übrigen allen den Vorzug, weil sie wohlschmeckend, gesund und sonderlich den Lungensüchtigen, um der ausheilenden Krafft willen sehr dienlich seyn sollen. Ihre Zubereitung ist vielfältig, darunter folgende denen Liebhabern der Krebse gar angenehm seyn: 1) Krebse gesotten; 2) dito mit Butter und Kümmel; 3) Krebse mit einer Rahm-Sosse ausgebrochen; 4) Krebse ausgebrochen mit Butter und Citronen; 5) Krebs-Nudeln; 6) dito anders; 7) Krebsfarce zu machen; 8) dito anders; 9) Krebs-Strudel; 10) dito anders; 11) Krebs-Euter; 12) Krebs-Butter zu machen; 13) dito anders.