Ragout von Rebhünern mit Citronen, Darzu werden ebenfalls übergebliebene Rebhüner genommen, und in Stücke geschnitten. Hierauf schmieret eine Schüssel mit ausgewaschener Butter dick ein, streuet darauf Muscatenblüten, Citronenschalen und klar geriebene Semmel; auf dieses leget die zerschnittenen Rebhüuer und über dieselben wieder Butter und Citronenschalen; giesset darzu bouillon und Wein; thut eine gantze Zwiebel darein, streuet wieder geriebene Semmel darauf, decket es mit einer andern Schüssel zu, setzet es auf eine Kohlpfanne, und lasset es so lange kochen, biß es ein wenig dicke wird. Wenn ihr es wollet zu Tische tragen, so drücket erst Citronensafft darein.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1577–1578Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0