Suppe von Bier und Milch, Nehmet ein Nösel gute Milch und ein Nösel Bier, setzet beydes besonders zum Feuer, und wenn die Milch kochet, so giesset sie an das Bier, quirlt solches wohl um, sonst rinnet es zusammen. Hernach schneidet weiß Brod würfflicht und thut solches in die Schüssel, darauf ihr die Suppe wollet anrichten; schlaget alsdenn drey Eyerdotter in ein Töpffgen, thut ein Stücke Butter darzu, und quirlt es wohl durch einander. Hierauff ziehet die Bier- und Milch-Suppe damit ab, richtet sie sodann auf das würfflicht geschnittene Brod an, und gebet sie hin.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1931–1932Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0