Vögel-Nester Ost-Indische, Sind etwan so groß als ein halb Gäns-Ey, darbey harte und an der Farbe bald wie ein weisser Tragant oder Hausen-Blase. Es sollen in Tunquin und Coromandel eine gewisse Art kleiner schwartzer Vögel diese Nester an die See-Küsten ankleiben und darinne ihre Jungen ausbrüten, darzu sie den Meer-Schaum, welchen sie mit einer aus ihren Schnäbeln fliessenden zähen Feuchtigkeit vermischen, nebst etlichen zarten kleinen Reissern und Federn brauchen, die hernach die Ost-Indien-Fahrer abreissen und grosse Quantitæten davon nach Engel- und Holland bringen. Die Ost-Indianer machen hieraus eine Delicatesse, indem sie solche auf eine sondere Manier zuzurichten wissen, denen es andere lüsterne Nationes nicht nur abgelernet, sondern sie werden auch nunmehro in Teutschen Küchen zubereitet, davon der Koch folgende Nachricht hat; 1) Vögel-Nester zuberetten; 2) Vögel-Nester mit Butter und Muscaten-Blüten; 3) Vögel-Nester mit Krebs-Schwäntzen; 4) Vögel-Nester fricassiret.