Bircke, Bey diesem bekandten Baume haben die Förster dahin zu sehen, daß im Anfange des Frühlings durch Anbohrung den Bircken nicht allzugrosser Schade geschehe, und da solches der Gesundheit wegen nicht schlechterdings zu verbieten, daß die Löcher nicht zu groß und nicht zu tieff gebohret, und das Loch wieder mit einem Keil zugeschlagen werde. Ferner daß auch durch Abhauung der schönsten, geradesten und gewächsigen Stamm-Höltzer oder Abschneidung der Wipfel der grössern Bäume die Bircken-Wälder um die Pfingst-Zeit nicht zu sehr verödet werden. So sollen sie auch das Besen-Reiß-Schneiden nicht eher verstatten, als bis die Bircken zu einem solchen Wuchs und Stärcke gelanget, daß sie allgemach die untersten Seiten-Aeste abzudrucken beginnen; sie sollen die Bäume nicht allzuweit hinauf an den Gipfeln oder das allzujunge Holtz unzeitig beschneiden lassen. Auch sollen sie Acht haben, daß das junge Bircken-Holtz durch unmäßiges Abschneiden der Spißruthen nicht zu Grunde gerichtet werde.