Heim (Franois Jos.), franz. Historienmaler, geb. 16. Dez. 1787 zu Belfort, trat 1803 zu Paris bei dem Maler Vincent als Lehrling ein und erhielt 1807 mit seinem Theseus den großen Preis sodaß er als Staatspensionär auf fünf Jahre na Rom gehen konnte. Nach seiner Rückkehr verschaffte ihm auf der Ausstellung von 1812 sein Gemälde Jakobs Ankunft in Mesopotamien die goldene Medaille erster Klasse, die ihm auch 1817 für die Bilder Ptolemäus Philopator und Josephs Rock zuerkannt wurde. Außer verschiedenen in den nächsten Jahren entstandenen Märtyrergeschichten malte er 1824 das Blutbad der Juden im Tempelhofe zu Jerusalem. Im J. 1827 erschien das Bild, welches Karl X. darstellt, wie er am Schlusse der Ausstellung von 1824 Belohnungen an die Künstler austeilt, ein Meisterstück feiner und geistreicher Darstellung, mit mehr als 100 Porträts. Der Kupferstecher Jazet verfertigte nach diesem Bilde ein großes Blatt in Aquatintamanier. Auch auf der Ausstellung von 1855 war er durch bedeutende Bilder vertreten. Ungeachtet der nachgedunkelten Töne, welche die Gesamthaltung seiner Gemälde teilweise entstellen, bemerkt man an denselben ein redliches Streben nach Wahrheit und eine gewissenhafte Sorgfalt für Komposition. Seine Kirchenbilder leiden dagegen an einer gewissen Kälte. H. war seit 1829 Mitglied des Instituts, seit 1839 Professor der Akademie. Er starb zu Paris 2. Okt. 1865.