Hirtenpfennige, kleine, aus sehr geringhaltigem Silber geprägte Hohlmünzen, die im Perlrande einen Baum und ein Horn zeigen. Sie sollten nach Angabe des Kanzlers von Ludewig in Halle von einem Hirten aus einem kupfernen Kessel efertigt worden sein, der, als er als Falschmünzer in Untersuchung gezogen wurde, sich damit herausredete, daß er keines münzberechtigten Herrn Wappen gemißbraucht habe. Moser wies 1733 nach, daß die Hirtenpfennige Heller der Stadt Buchhorn (jetzt Friedrichshafen) in Schwaben seien.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 264Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei