Herkomer (Hubert), deutscher Maler, geb. als Sohn eines Holzschnitzers 26. Mai 1849 in dem Dorfe Waal in Bayern, besuchte die Kunstschule in Southampton, wo sich sein Vater niedergelassen hatte, dann die des South-Kensington-Museums unter Frederick Walker. Nachdem er 1871 Mitglied des Institute of Painters in Water Colours geworden, malte er 1872 sein erstes größeres Ei. bild Nach des Tages Arbeitv. Während eines Aufenthalts in den Bayrischen Alpen im J. 1874 entstanden die Aquarellgemälde Im Waldy und Der Bittgangoy; seinen Künstlerruhm begründete jedoch erst das Olbild Die letzte Musterunge, eine Darstellung der Veteranen des Invalidenhauses von Chelsea während des Gottesdienstes. Als ebenbürtiges Seitenstück dazu folgte 1878 das (Abendgemälder der Versorgungsanstalt für alte Frauen in Westminster. Im J. 1879 wurde H. von der königl. Akademie zum Associate gewählt. Während der folgenden Jahre malte er das in Wasserfarben ausgeführte lebensgroße Porträt Richard Wagners, ferner Porträts von Tennyson, Ruskin u. a., sowie die Aquarellgemälde «Erinnerung an Rembrandto und Licht, Leben und Melodied. Auch lieferte er Radierungen und in 1¹1 tinto ausgeführte Stiche seiner eigenen Gemälde. Im J. 1881 begründete H. zu Bushey in Hertfordshire, wo er seit 1873 wohnt, eine Kunstschule. Die Frucht einer 1883 unternommenen Reise nach Amerika war ein neues großes Olgemälde, das unter dem Titel „Auf dem Wege nach Westen-Gruppen von Auswanderern aller Nationen nach der Landung in Castle Gardens darstellt.