FeedHeronsbrunnen
TechnikBrockhaus 1882

Heronsbrunnen heißt ein von Hero (s. d.) aus Alexandrig (120 v. Chr.) erfundener selbstthätiger Heronsball (s. d.). Der Apparat besteht, wie beistehende Figur zeigt, aus einem obern Gefäße, welches einen Heronsball darstellt und mit einem zweiten, unterhalb befindlichen, luftdicht geschlossenen Gefäße o mittels zweier Röhren a under verbunden ist, deren eineer in der Decke des untern Gefäßes bei o anfängt und nahe an der Decke des obern Heronsballs m aufhört, während die andere a nahe am Boden des untern Gefäßes beginnt, dann durch das obere 2.Ut „— Gefäß m geht und sich in der obern, RAiN schüsselförmig vertieften Decke s desselben nach außen öffnet. Ist der Heronsball m dieser Vorrichtung mit Wasser großenteils gefüllt und gießt man dann Wasser auf die obere Schüssel s, so fließt dasselbe durch die Röhre a in das untere Gefäß o und verdichtet durch sein Eindringen die in demselben befindliche Luft. Diese Verdichtung teilt 1 sich durch die Röhreir auch der im obern Heronsball meüber der Wasserfläche befindlichen Luft mit, und infolge dessen beginnt das Wasser aus der Röhre im obern Heronsball m hervorzuspringen. Dies geht so lange fort, bis die untere offnung der Spritzröhre im Heronsball m vom Wasser frei ist, indem das springende Wasser stets wieder auf die obere Schüssel s fällt und durch die Röhre a in das untere Gefäß o läuft. Das armid des H. wurde von Höll (1753) zum Entwässern der Bergwerke angewendet. Herdon (grch.)/ Heligum eines Heros, namentlich sein Grabmal; auch Fest zu Ehren eines Heros.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 157Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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