Herrenhausen, Lustschloß, 2 kKm im NNW. von der Stadt Hannover entfernt und mit dieser durch eine prächtige Lindenallee und eine Pferdebahn verbunden, war früher eine gräfl. Wallmodensche Besitzung. In den stets geöffneten Gärten, welche im franz. Stil mit zugeschnittenen Bäumen und Hecken angelegt sind, befinden sich ausgedehnte Wasserkünste, darunter ein schöner Springbrunnen, der das Wasser in fußdickem (hohlen) Strahle 40 m 65 treibt. Neuerdings ist in einem Tempel die ebensgroße Büste der Kurfürstin Sophie (Freundin Leibniz') von Engelhard aufgestellt. Der Berggarten zur Seite des Schlosses umfaßt außer einem reichen Blumenflor auch ein großes Palmenhaus. Im Mausoleum, der neuen Königsgruft, wurde au König Ernst August 1851 beigesetzt; das Denkmal der Königin Friederike ist von Rauch gearbeitet. H. war der Lieblingsaufenthalt Georgs I., Georgs II. und Georgs V., in dessen Privatbesitz es auch nach dem Entschädigungsvertrag vom 29. Sept. 1867 verblieben ist; jetzt wird es durch eine preuß. Kommission verwaltet.